Alexander Popow

Aus Olympia-Lexikon

russischer Schwimmer

geboren: 16. November 1971 in Wolgograd


Alexander Popow prägte in den 1990er Jahren die olympischen Sprintwettbewerbe. Ihm gelang sowohl in Barcelona 1992 wie auch in Atlanta 1996 das Double: Der Russe siegte über 50 und über 100 m Freistil und war nach Johnny Weissmuller der erste Schwimmer, der es schaffte, den Titel über 100 m zu verteidigen. Auch mit der russischen Staffel konnte er die Erfolge von 1992 – Silber über 4 x 100 m Freistil und 4 x 100 m Lagen – wiederholen.

Nur einen Monat nach diesen Spielen wurde Popow bei einer Messerattacke durch einen Melonenverkäufer schwer verletzt. Er erholte sich von den Verletzungen an Niere und Lunge und belegte nach dem Gewinn des Weltmeistertitels 1998 bei den Spielen von Sydney 2000 den zweiten Platz. 1999 wurde der Russe in das Internationale Olympische Komitee (IOC) und in die Athleten-Kommission des IOC gewählt. 2004 nahm er zum letzten Mal an Olympischen Spielen teil, konnte jedoch keine Medaille gewinnen. Diese Wettkämpfe stellten zugleich den Abschluss seiner Laufbahn als aktiver Schwimmer dar.

Daneben kann Popow auf seine stattliche Sammlung einer Vielzahl von Europa- und Weltmeisterschaftstitel im Einzel und mit der Staffel verweisen. 1996 wurde er zu Europas Sportler des Jahres gewählt.

Olympische Erfolge

1992

Gold 100 m Freistil

Gold 50 m Freistil

Silber 4 x 100-m-Staffel Freisteil

Silber 4 x 100-m-Staffel Lagen

1996

Gold 100 m Freistil

Gold 50 m Freistil

Silber 4 x 100-m-Staffel Freistil

Silber 4 x 10-m-Staffel Lagen

2000

Silber 100 m Freistil

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