Kanuslalom
Aus Olympia-Lexikon.de
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Kanuslalom ist ein wassersportlicher Wettkampf mit Kajaks oder Kanadiern. Auf Wildwasser gefahrener Slalom in den genannten Bootsklassen.
Wettkampfdisziplinen bei Männern: Kajak Einer, Kanadier Einer, Kanadier Zweier; bei Frauen: Kajak Einer.
Regeln in Kürze
Die Kanuten durchfahren einen Wildwasserkanal mit natürlichen und künstlichen Hindernissen, wobei die vorgegebenen Tore in der korrekten Reihenfolge passiert werden müssen.
Die Strecke
Bis zu 600 m mit einer Mindesttiefe von 40 cm. Das Wildwasser muss eine Geschwindigkeit von mindestens 2 m/sec aufweisen.
Die Hindernisse
Strömung und Gegenströmung, Stromschnellen und Felsen. Tore: 25 bis 30.
Das Durchfahren der Tore
Muss korrekt erfolgen, d.h. in richtiger Reihenfolge und richtiger Richtung, so dass der Fahrer (und das Boot) vom Tor unberührt bleibt. Bei unkorrektem Durchfahren bzw. Auslassung eines Tores oder Kentern gibt es bis zu 50 Strafpunkte. Die so genannte Eskimorolle wird nicht als Kentern gewertet.
Modus
Der Wettkampf wird in zwei Durchgängen ausgetragen, die Zeiten beider Durchgänge werden gemessen.
Olympische Geschichte
Die olympische Geschichte des Kanuslaloms ist eine kurze. In München 1972 wurden erstmals Medaillen vergeben, in einem Rennen der Frauen und drei der Männer. Der Kanuslalom stand die folgenden 20 Jahre nicht auf dem olympischen Programm, bis er in Barcelona 1992 wieder vertreten war.
Olympische Erfolge
In München 1972 beherrschten die Deutschen aus Ost und West den Wildwasser-Kanal (in Augsburg), gewannen bei den Männern sechs von acht möglichen Medaillen, die Kanuten aus der DDR alle drei Goldmedaillen. Bei den Frauen teilten sich Ost (Gold) und West (Silber und Bronze) die Medaillen.
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