Gewichtheben: Eine alte Sportart für starke Kerle

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    Der Ursprung des Gewichthebens liegt schon etwas weit zurück. Denn als anerkannte Sportart galt das Gewichtheben erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Um 1880 existierten immer mehr Vereine für Schwerathletik und für das Gewichtheben und 1891 wurde schließlich der Deutsche Athletik-Sportverband gegründet.

    Außerhalb der Sportszene und im Vorfeld wurde das Gewichteheben oder stemmen besonders bei Wanderzirkussen praktiziert. Hier galten die starken Kerle, die die schweren Stangen mit den Gewichten an den Enden hochstemmten, als wahre Helden und wurden bewundert. Zur olympischen Disziplin erkoren erreichte das Gewichtheben 1896 erstmals weltweite Aufmerksamkeit als anerkannte Sportart und gilt heute noch als eine solche.

    Beidarmiges und einarmiges Stoßen

    Schon im Jahre 1896 und 1904 gehörten das einarmige und beidarmige Stoßen zur olympischen Disziplin. Hier wurden die Gewichtsklassen allerdings nicht unterteilt wie heute. Das bedeutete, dass sich das Leichtgewicht gegen die Schwergewichte durchsetzen musste, um in die Medaillenränge zu rutschen. Erst 1920 wurde das einarmige Reißen zum Dreikampf zugezogen, der schließlich in fünf unterschiedliche Gewichtsklassen eingeteilt und ausgetragen wurde. Der Fünfkampf mit Gewichtheben kam dann schließlich erst 1924 ins Spiel und hierbei mussten die Schwergewichtigen sich im beidarmigen Drücken, Reißen und Stoßen und dem einarmigen reißen und Stoßen messen.

    Das einarmige Stoßen wurde schließlich 1928 aus den Disziplinen der Schwerathletik verbannt. Zu hoch waren die Verletzungsrisiken. Bei nationalen Wettkämpfen allerdings wurde diese Disziplin noch weiterhin ausgeführt. Gewichtheben kosten nicht nur körperliche Kraft und Ausdauer, sondern auch das Erlernen von Taktik und Technik. Besonders beim Stoßen wird dieses deutlich, wenn der Sportler im exakt richtigen Moment mit der richtigen Technik die schwere Masse ohne Verzögerung direkt nach oben stößt.

    Die Ausstattung des Gewichthebers

    Die bequeme Ausstattung des Gewichthebers ist von großer Bedeutung. Denn besonders in ihrer Bewegungsfreiheit und Elastizität muss diese besonders gut beschaffen sein. Das Grundmaterial für Shirt und Hosen sollte demnach sehr nachgiebig und luftdurchlässig sein. Denn ins Schwitzen kommt nun mal jeder Gewichtheber schon nach kurzer Aufwärmphase mit noch relativ leichten Gewichten zum Warmmachen. Die Hosen können für die kältere Jahreszeit ruhig mit langen Beinen sein und halten so den Muskelapparat um Hüfte und Oberschenkel und Wadenbereich warm. Im Sommer ist die kurze Hose sicherlich die bessere Variante. Im Schritt sind die Hosen absichtlich extrem dehnbar, denn das Bücken und in die Hocke gehen gehört schließlich zum Stoßen oder Heben bei dieser Sportart dazu.

    Die Schuhe sind besonders wichtig, denn sie sollten rutschfest sein, eine gute Sohle mit leichter Erhöhung, dem Fersenkeil, im hinteren Bereich des Schuhs aufweisen und möglichst leicht und atmungsaktiv sein. Der feste Stand ist das A und O beim Gewichtheben. Schon ein leichtes Rutschen kann zum Desaster führen. Eine Seite über Gewichtheberschuhe kann hier helfen, sich für die richtigen Schuhmodelle zu entscheiden und um sich generell über das Thema schlau zu machen.

    Je nach Intensität bei der Ausführung dieser Sportart sollte man auf die Dichte und Stabilität des Fersenkeils des Schuhs achten. Denn er ist es, der die Wade vom Sprunggelenk an bis hin zum Oberkörper stützen und halten soll. Schwere Kniebeugen benötigen schließlich umso mehr Halt und Stabilität in diesem Bereich. Als Leistungssportler ist ein sicherer Halt beim Heben und Stoßen unabdingbar für die Gesundheit des leistungsorientierten Körpers.